10 min read

Aktuelle Daten zu COVID-19

Dieser Bericht verwendet die offiziellen Daten aus folgenden Quellen

Bei den Johns-Hopkins-Daten gibt es offensichtlich keine aktualusierte Daten von gestern, dort stehen noch die Daten von vorgestern.

Diese Daten geben die registrierten, also positiv getesteten Fälle an. Da derzeit nur ein kleiner Teil der gesamten Bevölkerung getestet wird, ist diese Zahl nicht die Zahl der tatsächlich Infizierten.

In Österreich werden derzeit nur Personen getestet, die schon bestimmte Symptome aufweisen und ein Nahverhältnis zu den Gebieten mit besonders hohem Risiko haben.

Aus diesen Zahlen lassen sich keine statistisch abgesicherten Ruckschlüsse auf die Zahl der tatsächlich bereits Infizierten ziehen.

Aktuelle Zahlen zu registrierten COVID-19-Fällen am 2020-03-25 in Österreich und Deutschland.

In Österreich sind am 2020-03-23 3244 Fälle registiert.
Es gibt in Österreich seit 2020-02-25 registrierte Fälle.

In Deutschland sind am 2020-03-23 24873 Fälle registiert.
Es gibt in Deutschland seit 2020-01-27 registrierte Fälle.

Genauere Erläuterungen zu den Darstellungsformen der Daten finden sie in den Vorbemerkungen

Die Zahlen haben sich in diesen beiden Ländern so entwickelt:

Man erkennt die Entwicklung etwas besser, wenn man die Fälle auf einer logarithmischen Skala derstellt.

In dieser Grafik sind die Kurven für Österreich und Deutschland ab dem 25. Februar annähernd parallel.

Das kommt daher, dass die Zuwachsraten der Fallzahlen ab diesem Datum (von einzelnen Ausnahmen abgesehen) meist annähernd gleich sind.

Die Zuwachsraten sind die Prozentzahlen, um die die Fallzahlen von einem Tag zum nächsten mehr werden.

Filtert man die einzelnen extremen Ausnahmetage heraus, dann sieht das so aus:

Die Zuwachsrate in Österreich war in den vergangenen Tagen niedriger als die in Deutschland.

In Österreich ist die Zuwachsrate in den letzten drei Tagen geringfügig, aber doch merkbar, gesunken.

Es gibt die Fallzahlen auch für die einzelnen Bundesländer, und zwar um 8 Uhr und um 15 Uhr. Hier werden für den letzten ausgewiesenen Tag immer die neuesten verfügbaren Werte verwendet und die Uhrzeit angegeben.

Die Daten von heute sind von 15 Uhr, daher sind sie aus rein statistische-methodischer Sicht ohne Einschränkung mit den Vortagen vergleichbar.

Der Antieg in Tirol ist dramatische (fast verdoppelt), da drängt sich die Vermutung auf, dass da im Datenweitergabeprozess oder in der Zahl der Tests große Änderungen vorgenommen wurden.

Diese Grafik ist interaktiv. Wenn sie mit dem Zeiger auf eine Kurve zeigen, dann wird die hervorgehoben.

Auf einer logarithmischen Skala sieht man die Entwicklungen besser:

Diese Grafik ist interaktiv. Wenn sie mit dem Zeiger auf eine Kurve zeigen, dann wird die hervorgehoben.

Wir sehen in dieser Grafik, dass in der vergangenen Woche die Entwicklung in allen Bundesländern außer Burgenland, Tirol und Wien ziemlich ähnlich verlaufen ist.

In den letzten 3 Tagen sind die Zuwachsraten in Tirol und Oberösterreich geringfügig, aber doch merkbar gesunken. Das sind die zwei Bundesländer mit den höchsten Fallzahlen.

Wenn wir zusätzlich ausgewählte Staaten in unsere Analyse einbeziehen, dann erhalten wir folgendes Bild:

Diese Grafik ist interaktiv. Wenn sie mit dem Zeiger auf eine Kurve zeigen, dann wird die hervorgehoben.

Man sieht, dass Italien wirklich ein Problemfall ist, die Zahlen sind so groß, dass die Kurven der anderen Länder kaum mehr unterscheidbar sind. Deswegen hier noch einmal die Grafik ohne Italien.

Diese Grafik ist interaktiv. Wenn sie mit dem Zeiger auf eine Kurve zeigen, dann wird die hervorgehoben.

Österreich hat im Vergleich zu den anderen Ländern noch sehr wenige Fälle. Auffällig ist auch die sehr „flache“ Entwicklung in Japan. In Korea gibt es sehr viele Fälle, die Entwicklung flacht aber bereits ab. Den steilsten Anstieg sieht man derzeit in Spanien.

Auf einer logarithmischen Skala sieht man die Entwicklung deutlicher.

Diese Grafik ist interaktiv. Wenn sie mit dem Zeiger auf eine Kurve zeigen, dann wird die hervorgehoben.

Die Kurven der europäischen Länder verlaufen ab dem 25. Feber ziemlich parallel. Das heißt, dass die täglichen Wachstumsraten in diesen Ländern sehr ähnlich sind. Verschieden ist nur die Ausgangsbasis, also die Fallzahl am 25. Feber. In Japan und in Singapur steigen die Fallzahlen weitaus schwächer als in Europa, und in Korea nehmen die Zuwachsraten seit 25. Feber deutlich ab. Korea scheint gerade die Trendumkehr zu schaffen.

Alle Zahlen sind die von den verschiedenen Ländern offiziell erhobenen Zahlen. Da nirgends die ganze Bevölkerung getestet wird, sind die tatsächlichen Zahlen wahrscheinlich höher. Das gilt insbesondere, weil in vielen Ländern (z.B. Österreich) nur Verdachtsfälle getestet werden und es ja auch Personen gibt, die zwar das Virus haben, aber keine Symptome zeigen. Diese Personen können aber trotzdem andere infizieren.

In der nächsten Grafik sind die Verlaufskurven der Länder so synchronisiert, dass der Ausgangspunkt der Tag ist, an dem zum ersten Mal 100 Fälle erreicht oder überschritten wurde.

Die (interaktive) Grafik zeigt, dass vom gemeinsamen Bezugspunkt aus gerechnet mittlerweile die USA die meisten Fälle hat.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuwachsraten und die Verdopplungszeiten in den ausgewählten Ländern.

Die Zuwachsraten sind die mittleren Zuwachsraten über die angegebene Zeitspanne, und die Verdopplungszeiten werden aus diesen mittleren Zuwachsraten berechnet.

Da die es von gestern für viele Länder keine Daten gibt, muss die Tabelle mit Zuwachsraten und Verdopplungszeiten heute entfallen.